Kreativität und Wirkung trotz Stress

Aktualisiert: 5. Aug 2019

Kennen Sie das auch?

Inmitten von Meetings, Problemen hier und Unvorhergesehenem da ist es oft schlicht nicht mehr möglich, an etwas dran zu bleiben. Gerade für diejenigen unter uns, die gerne Probleme lösen und Brücken bauen ist es oft ein grosser Frust, sich einmal mehr um die Farbe der Brückenpfeiler kümmern zu müssen. Solche Situationen brauchen … genau… Humor und eine Kaffeetasse.


Zugegeben, das tönt etwas unkonventionell. Ist aber mit Studien bewiesen und sogar aus führungsstrategischer Sicht eine Überlegung wert:


Entspannung bringt kreative Lösungen

Die Hirnforschung beweist in zahlreichen Studien[1], dass Entspannung kreative Lösungen bringt. Statt noch mehr von Ihrer wertvollen Zeit in Details zu investieren, nehmen Sie sich besser eine Auszeit und investieren bewusst in Ihre Kreativität und – noch viel wichtiger – tun sich etwas Gutes.


Seien Sie ein/e gelassene/r, erreichbare/r Vorgesetzte/r

Wann war Ihre letzte Pause? Stehen Sie auf und gönnen Sie sich einen Spaziergang in der Natur oder wenn das nicht möglich ist, nutzen Sie die Pause als Investition in Ihren Führungserfolg und machen Sie „leadership by walking around“.

Damit zeigen Sie nicht nur Präsenz, Sie können auch ganz gezielt Ihr Team stärken: Schauen Sie z.B. wieder einmal bei denjenigen Mitarbeitenden vorbei, die sich eher selten in den Vordergrund drängen. Kommen Ihnen spontan Mitarbeitende in den Sinn, mit denen Sie sich länger nicht mehr persönlich unterhalten haben? Im Idealfall solche, mit denen Sie gerne ein Gespräch führen möchten. Das wirkt positiv auf Ihre Gelassenheit.


Seien Sie interessiert – nicht interessant

Gehen Sie möglichst ohne bestimmtes Ziel vorbei. Sie wollen weder ein Problem lösen noch ein bestimmtes Thema ansprechen. Perfekt ist, wenn Sie einfach zur zuhören, ideal ist wenn Ihr Gesprächsanteil kleiner ist als derjenige Ihres Gegenübers. Lassen Sie sich überraschen, welchen Gewinn Sie aus dem Gespräch ziehen werden. Neue Erkenntnisse? Neues Vertrauen? Eine konkrete Idee für ein brennendes Problem?


Unterstützen Sie Mitarbeitende bei deren Selbstwirksamkeit

Sollten Probleme das Gespräch bestimmen, wenden Sie das Konzept des „Problem Monkey“ an: Visualisieren Sie ein mögliches Problem als „Problem Monkey“ also Problem-Affe, der auf der Schulter Ihres Gegenübers sitzt. Ihr Ziel ist es nicht, den Problem-Affen in Ihr Büro mitzunehmen sondern dem Besitzer oder der Besitzerin Tipps zu geben, wie sie das Problem angehen oder lösen können.

Werden zusätzliche Infos benötigt, oder die Vernetzung mit der richtigen Person? Welche Ratschläge könnten weiterhelfen? Oder ist Wissen, Erfahrung und Netzwerk vorhanden und es war nur ein offenes Ohr notwendig? Damit erhöhen Sie die Kompetenz in Ihren Teams, entlasten sich selber und tun das, was Mitarbeitende an Vorgesetzten besonders schätzen: Sie geben aktiv eigenes Wissen weiter und öffnen Netzwerk-Türen.


Tun Sie etwas zur Aufmunterung

Ich bin jetzt mutig und verrate Ihnen meinen persönlichen Geheimtipp an Tagen die eine wirklich grosse Herausforderung sind oder nach Gesprächen, die wenig positiven Inhalt hatten: Ich besuche das stille Örtchen und wenn ich sicher bin, dass der Raum leer ist, übe ich so lange kreative Grimassen vor dem Spiegel bis ich über mich selber lachen muss.

Auch hier gibt es Studien[2], die belegen, dass sogar erzwungenes Lachen oder Lächeln die Stimmung spürbar hebt. Bei einigen Menschen wirkt bereits das Anheben der Augenbrauen, um die Stimmung merklich zu verändern. 


Damit haben Sie mehr vom Tag – und Sie bewirken mehr

Es ist doch so: Sie haben Ihre aktuelle Stelle weil Sie bewiesen haben, dass Sie Ziele erreichen, Dinge bewegen. Sie wissen, wie Sie Projekte und Vorhaben in den Griff kriegen. Teams führen. Und wenn das Termin-Tetris gar nicht mehr klappt, hilft immer mal wieder eine Nachtschicht. Soweit so gut. Nur: Wo bleibt der Spass, Ihre Inspiration und die manchmal notwendige Distanz welche eine umfassendere Sicht auf Herausforderungen erlaubt?

Bereichern Sie Ihren Alltag im wahrsten Sinne des Wortes und planen Sie bewusst Pausen in Ihre Tage ein, ob spontan oder mittels Terminkalender. Gönnen Sie sich etwas mehr als eine volle Kaffeetasse:

Staunen Sie, wie viele neue Lösungsansätze ein Spaziergang ums Gebäude bringt. Wie gut eine Pause von ruhigen 5 Minuten an der Sonne tut. Wie viele völlig neue Informationen Sie aus der Übung „interessiert statt interessant sein“ erhalten. Und lachen Sie – aus vollem Hals. Egal wo.


Fussnoten:

[1]    Spiegel-online.de: Artikel über Erkenntnisse aus der Hirnforschung „Pause macht produktiv“ ; Spiegel-Heft „Ich bin dann mal off“;     Interview mit Ernst Pöppel, Hirnforscher; Studie der New University of British Columbia über Hirnaktivität bei Tagträumen.

[2] 3-sat Beitrag „Lachen ist gesund, weiss nun auch die Wissenschaft“ ; Anleiten zu mehr Lachen im Alltag von wikihow.com; helpguide.org„Laugther ist the best medicine“; Studie der University of Maryland „Laughter ist the best medicine for your heart“;


Dieser Blogpost basiert auf einem Artikel von R. Spühler vom April 2017.

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